Hauptbild Obertreichl

Seit 1992 betreiben Johann und Elisabeth Baierl den Kräuteranbau nach praktischen Erfahrungen ausschließlich “biologisch”. Während dieser Zeit haben sie auch verschüttetes Wissen aus alten Tagen und verschiedenen Völkern wieder entdeckt und zur Anwendung gebracht. Derzeit ziehen und vermehren sie 35 verschiedene Kräuter. Im Schaukräutergarten haben sie 130 verschiedene Pflanzenarten.

 

 

Herstellung

 

Die Vereinigung für biologischen Kräuteranbau im Tiroler Berggebiet wurde im Jahr 2002 gegründet. Ziel und Zweck ist die Förderung des biologischen Anbaus von Heil- und Gewürzkräutern in bestmöglicher Qualität, und deren effektiver Vermarktung, um damit die Existenzgrundlage von Betrieben im Berggebiet zu verbessern. Der Biohof Obertreichl bewirtschaftet seit 1990 den biologischen Kräuteranbau. Sie kultivieren auf ca. 1000 m² einen Kräuterschaugarten und bauen auf weiteren ca. 1000 m² Heil- und Gewürzkräuter an.

Ihr Angebot umfasst neben einer breiten Palette an Einzelkräutern eine ganze Reihe von ihnen zusammengestellten Teemischungen für die verschiedensten Verwendungen.
Sie produzieren ihre Tees und Heilkräuter exquisite, mentholarm und mindestens in Apothekenqualität.

 

Standortwahl: Der Biohof Obertreichl ist ein ausnahmslos anerkannter kontrollierter Bio Austria-Betrieb. Da sie im Tiroler Alpenraum beheimatet sind, kann für jede Pflanze der ideale Wachstumsstandort in Bezug auf Klima und Boden gefunden werden.

 

Jungpflanzen: Die Jungpflanzen beziehen sie von biologisch wirtschaftenden erfahrenen Gärtnereien oder bauen sie selber an.

 

Sortenwahl: Wenn möglich verwenden sie Sorten, die in der Landwirtschaftlichen Versuchsanstalt Wies (Steiermark) für Heil- und Gewürzkräuter für ihre spezifischen Ansprüche an Standort und Inhaltsstoffe durch Selektion weitergezüchtet wurden. Diese Züchtungen (z.B. bei Thymian, Salbei, Schafgarbe) zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass sie auch im getrockneten Zustand ihre Inhaltsstoffe und ihren Geschmack optimal erhalten.

 

Düngung: Im Feldanbau düngen sie normalerweise mit reifem Kompost. Organische, Bodenanalysen geben im Bedarfsfall Auskunft über den Nährstoffgehalt des Bodens.

 

Pflanzenschutz: Pflanzenschutzmittel werden nur in besonderen Ausnahmefällen, und zwar streng nach der im Biolandbau zulässigen Hilfsstoffliste angewendet. Bei temporärem tierischem Befall verzichten sie auf die Verwendung eines Ernteschnittes. Beim Auftreten von Pilzerkrankungen überprüfen sie Standort und Kulturstand. Johann und Elisabeth bevorzugen Standort und Sortenwechsel sowie weitere kulturelle Maßnahmen, oder verzichten bei stetig wiederkehrenden Problemen überhaupt auf einzelne Kulturen. Sie verwenden sinnvolle Krankheitsresistente Sorten und verzichten ebenso auf den Einsatz von Kupfer und Schwefel.

 

Bodenbearbeitung: Erfolgt die Bodenvorbereitung für Saat oder Pflanzung maschinell, so geschieht dies mit Geräten, die den Boden schonend bearbeiten. Während der Kultur erfolgt die Bodenbearbeitung ausschließlich von Hand.

 

Ernte: Die Ernte erfolgt ebenfalls ausschließlich von Hand- und zwar jahreszeitgemäß und zum richtigen Erntezeitpunkt. Die Handernte ermöglicht die Auswahl von gesundem sauberem und optimal reifem Erntegut. Quetsch und andere Schäden am geernteten Kraut werden dadurch vermieden. Die reife Ernte wird schonend eingebracht, und gelangt bereits nach kurzer Zeit in die hofeigene Trocknungsanlage. (Erhalt der wertvollen Inhaltsstoffe!)

 

Dosierung: Dank der schonenden Kultivierung, Trocknung und Verarbeitung verlieren die Kräuter vom Biohof Obertreichl kaum an Inhalts- und Aromastoffen. Daher kann das Kraut bei der Teezubereitung oder bei der Verwendung in der Küche sehr sparsam angewendet werden. Ein Beutel mit 30 g Teekraut ergibt 20-28 Liter Tee!

 

Verarbeitung: Die Verarbeitung der Kräuter erfolgt auf dem eigenen Hof sorgfältig, von Hand.

 

Die Kräuter vom Biohof Obertreichl: Die Kräuter werden dem Verwendungszeck entsprechend schonend verarbeitet, geschnitten und gemischt. Bei knappen Ernten verwenden sie keine zugekauften, in- oder ausländischen Kräuter. Mangelkräuter ergänzen sie nur, wenn die Lieferung durch ihnen bekannte Bio Kräuterbauern und Bäuerinnen aus dem Berggebiet erfolgen kann. Die Tees und Küchenkräutermischungen werden nach sinnvollen und kulinarischen Aspekten zusammengestellt. Heil- und Medizinalkräuter die für den Verkauf in Apotheken und Drogerien bestimmt sind, werden gemäß der entsprechenden Fachliteratur verarbeitet.
Trocknung: Die Trocknung erfolgt in speziellen, von ihnen entwickelten Kräutertrocknungsanlagen. Dank des schonenden Verfahrens bleiben die Inhaltsstoffe und auch das Aussehen weitgehendst erhalten. Die Verpackung aus umweltneutralem OPP- Material (Qualität 40 mµ) mit großen Sichtfenster auf den Inhalt, ist wiederverschließbar. Die Kräuter können darin an trockenen, kühlen und dunklen Orten lange Zeit aufbewahrt werden.

 

 

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